DSWV warnt vor Abfluss von bis zu 400 Millionen Euro an Wetteinsätzen zur FIFA-Weltmeisterschaft 2026
Geschrieben von Noah Hansen · 30.6.2026

DSWV warnt vor Abfluss von bis zu 400 Millionen Euro an Wetteinsätzen zur FIFA-Weltmeisterschaft 2026

Der Deutsche Sportwettenverband hat in einer aktuellen Stellungnahme darauf hingewiesen dass bei der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 in Deutschland ein erheblicher Teil der Wetteinsätze in den unregulierten Markt abfließen könnte und zwar in einer Größenordnung von 300 bis 400 Millionen Euro während das gesamte erwartete Wettvolumen bei knapp einer Milliarde Euro liegt wobei nur 600 bis 700 Millionen Euro über den regulierten Markt abgewickelt werden sollen und diese Einschätzung basiert auf den strengen regulatorischen Vorgaben die insbesondere In-Play-Wetten stark einschränken und dadurch Anreize für den Wechsel zu Offshore-Anbietern schaffen.
Hintergründe der regulatorischen Rahmenbedingungen
Im Juni 2026 stehen die Vorbereitungen auf das Turnier im Fokus und der Verband hebt hervor dass die bestehenden Limits auf bestimmte Wettmärkte wie Live-Wetten den legalen Anbietern die Möglichkeit nehmen mit den internationalen Plattformen zu konkurrieren wobei Beobachter feststellen dass diese Einschränkungen seit dem Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrags zu einer Verlagerung von Aktivitäten in den Schwarzmarkt führen und die Zahlen zeigen dass bei vergleichbaren Großereignissen in der Vergangenheit ähnliche Muster auftraten.
Die Einschätzung des Verbands beruht auf Analysen des bisherigen Markverhaltens und berücksichtigt Faktoren wie die Verfügbarkeit von Wettoptionen sowie die Nutzerpräferenzen während große Turniere und diese Daten deuten darauf hin dass ohne Anpassungen der Regelungen ein signifikanter Teil des Volumens nicht erfasst werden kann.
Erwartetes Wettvolumen und Marktverteilung
Die Prognose des DSWV geht von einem Gesamtumsatz von nahezu einer Milliarde Euro während der Weltmeisterschaft aus und davon sollen lediglich 600 bis 700 Millionen Euro über lizenzierte Anbieter fließen während der Rest in den unregulierten Bereich abwandert und diese Aufteilung ergibt sich aus der aktuellen Marktdynamik in der strenge Vorgaben zu In-Play-Märkten und anderen Features den legalen Sektor benachteiligen.

Experten haben beobachtet dass bei vorherigen internationalen Turnieren die Nachfrage nach flexiblen Wettoptionen hoch war und dass dies zu einer Zunahme der Nutzung von Offshore-Plattformen führte wobei die Schätzungen für 2026 diese Entwicklung fortschreiben und auf die Notwendigkeit von Reformen vor der anstehenden Evaluierung des Staatsvertrags hinweisen.
Aufruf zu regulatorischen Anpassungen
Der Verband fordert im Vorfeld der Vertragsprüfung Änderungen an den bestehenden Limits an und betont dass eine Erweiterung der erlaubten Wettmärkte dazu beitragen könnte das Volumen im regulierten Bereich zu halten während die aktuellen Rahmenbedingungen den Schwarzmarkt begünstigen und diese Position wird durch die genannten Volumenschätzungen untermauert die zeigen dass ohne Eingriffe bis zu 40 Prozent des Umsatzes verloren gehen könnten.
Vertreter des DSWV haben in ihrer Stellungnahme auch auf die Erfahrungen anderer europäischer Märkte verwiesen wo angepasste Regulierungen zu einer besseren Marktabdeckung führten und in Deutschland sehen sie ähnliche Potenziale für die Zeit nach der Evaluierung wobei die Warnung speziell auf die Weltmeisterschaft 2026 ausgerichtet ist.
Auswirkungen auf den deutschen Wettmarkt
Die genannten Zahlen verdeutlichen dass der regulierte Sektor durch die aktuellen Vorschriften erhebliche Einbußen hinnehmen muss und dies betrifft nicht nur das Volumen sondern auch die Steuereinnahmen die aus dem legalen Markt generiert werden könnten und Beobachter notieren dass die Abwanderung zu Offshore-Anbietern bereits in den letzten Jahren zugenommen hat und bei einem Event wie der Weltmeisterschaft verstärkt auftreten wird.
Die Schätzung von 300 bis 400 Millionen Euro an potenziellen illegalen Wetten basiert auf internen Berechnungen des Verbands und berücksichtigt Faktoren wie die Popularität von Fußballwetten sowie die technischen Möglichkeiten der unregulierten Anbieter während die Gesamtprognose von knapp einer Milliarde Euro das immense Interesse der deutschen Nutzer an diesem Turnier widerspiegelt.
Schlussfolgerung
Die Stellungnahme des DSWV fasst die Herausforderungen zusammen die der regulierte Sportwettenmarkt in Deutschland vor der Weltmeisterschaft 2026 bewältigen muss und sie unterstreicht die Notwendigkeit von Reformen um das Wettvolumen besser zu erfassen und den Schwarzmarkt einzudämmen wobei die bereitgestellten Zahlen als Grundlage für die anstehende Evaluierung des Glücksspielstaatsvertrags dienen können und weitere Entwicklungen in diesem Bereich werden in den kommenden Monaten beobachtet werden.
Die Einschätzungen basieren auf den aktuellen Marktdaten und den Erfahrungen mit vergleichbaren Ereignissen während der Verband mit seiner Warnung auf die Risiken für den legalen Sektor aufmerksam macht und dabei die Verknüpfung zwischen regulatorischen Limits und der Abwanderung von Einsätzen in den Vordergrund stellt. DSWV estimates and warning on 2026 World Cup betting (industry statement)